Magic Caps der Erste Bank der österreichischen Sparkassen AG


Wie viele andere österreichische Banken hat auch die Erste Bank der österreichischen Sparkassen AG Derivatprodukte zur Kreditoptimierung angeboten. Eines der Produkte die im Vertrieb besonderes forciert wurden, sind die sogenannten "Magic Caps". Dabei handelt es sich um Derivatgeschäfte mit einer oberen und einer unteren Schwelle, die den Mandanten als sehr vorteilhaft präsentiert worden sind, und zwar selbst in einem Marktumfeld, das von stark fallenden Zinsen gekennzeichnet war.

 

Aigner + Partner Rechtsanwälte haben zur Aufarbeitung der Fälle Sachverständige beigezogen, die in der Lage sind, diese Derivatgeschäfte einer Nachkalkulation zu möglichen negativen Anfangswerten zu unterziehen. Die Berechnungen haben gezeigt, dass diese Geschäfte nachteilig zulasten der Kunden ausgestaltet waren, und die Bank dabei den eigenen Informationsvorsprung ausgenützt hat; im Ergebnis wurden aus dem eigenen Provisionsinteresse der Bank den Kunden Geschäfte empfohlen, die für die Kunden objektiv ungünstig waren.

 

In den uns bekannten Fällen hat es die Bank verabsäumt, auf diese Interessenskonfliktlage hinzuweisen. Es ist bereits in einigen Fällen gelungen, Regelungen zu erzielen.