Geschädigte Anleger, Kredit- und Versicherungsnehmer müssen sich nicht alles gefallen lassen, sondern können sich gegen Goliath auch erfolgreich zur Wehr setzen


Aufgrund einer Gesetzesänderung steht Versicherungsnehmern, welche bei Abschluss ihrer Versicherung unrichtig über ihr Rücktrittsrecht aufgeklärt wurden, die Möglichkeit ihren Rücktritt von der Versicherung zu erklären anstatt unbefristet, lediglich noch bis Ende diesen Jahres zu. Dadurch besteht die Möglichkeit nur mehr bis 31. Dezember 2018, ihren Rücktritt von den meist miserabel performenden Versicherungsverträgen zu erklären und somit ihre Verluste zu begrenzen. Versicherungsnehmer sind daher gut beraten, unverzüglich den Rücktritt von den Verträgen zu erklären, sofern die Aufklärung im Versicherungsantrag oder der Polizze falsch war. Dies ist bei rund zwei Drittel der von Aigner & Partner geprüften Versicherungsverträge der Fall. Ein Rücktritt kann insbesondere auch den ohnedies schon gebeutelten Fremdwährungskreditnehmern helfen, ihren Schaden zu verringern, weil Versicherungen meist als Tilgungsträger vermittelt wurden.

 

Aber auch Banken müssen an ihre Kunden die nicht weitergegebenen Negativzinsen der letzten Jahre refundieren. Gegenüber Verbrauchern sind die meisten Institute ihrer Verpflichtung nachgekommen, doch gegenüber Unternehmen weigern sich die Banken bisher noch, trotz bereits gegenteiliger durch Aigner & Partner erwirkter Rechtsprechung, die zu viel verrechneten Zinsen wiedergutzubuchen. Aigner & Partner unterstützt daher erfolgreich zahlreiche Unternehmen im Kampf gegen Banken und ist es wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis auch der Oberste Gerichtshof bestätigt, dass selbstverständlich auch Unternehmer Anspruch auf Ersatz der zu viel verrechneten Zinsen haben. Auch Unternehmer sind daher jedenfalls gut beraten, ihr Recht gegenüber Banken unverzüglich geltend zu machen.

 

Aigner & Partner wird aktuell aber nicht nur von geschädigten Kredit- und Versicherungsnehmern, sondern auch von zahlreichen Anlegern aufgesucht, welche viel Geld mit diversesten Finanzprodukten verloren haben. Das Hauptargument der Initiatoren von Finanzprodukten vor einigen Jahren, dass die globale Finanz- bzw. Wirtschaftskrise schuld an den hohen Verlusten der Anleger war, geht aktuell nämlich sehr augenscheinlich in Rauch auf, da die meisten von der Kanzlei untersuchten Finanzprodukte unter anderem primär an ihrer Kostenstruktur und der Gier der Initiatoren scheitern. So ist dies etwa bei den meisten geschlossenen Fonds der Fall, bei denen Vertriebspartnern mit den Geldern der Anleger teilweise mehr als 15% an Provisionen bezahlt worden sind. Aber auch der plötzliche Wegfall von Kapital- und Höchststandsgarantien, wie etwa bei Produkten der FWU (vormals Skandia) oder die Tatsache, dass bei Fonds zB der Kathrein & Co. Life Settlement GmbH, welche in US-amerikanische Ablebensversicherungspolizzen investieren, die Versicherungsnehmer im Schnitt plötzlich angeblich fast 100 Jahre alt werden, lassen Anleger verzweifeln. Andere Produkte, wie beispielsweise die S&K-Fonds, sind dagegen ganz offensichtlich Fälle für die Staatsanwaltschaften, weil hier ähnlich wie bei Madoff, einfach ein Schneeballsystem für anfangs regelmäßige Ausschüttungen sorgte. Oft könnte jedoch schon ein genaueres Studium der Produktunterlagen durch einen vom Anleger hinzugezogenen redlichen Finanzberater helfen, hohe Schäden zu verhindern.

 

Es ist für verzweifelte Anleger, Kredit- und Versicherungsnehmer jedenfalls gut zu wissen, dass sie ungerechtfertigte Verluste nicht einfach hinnehmen müssen, sondern auch gegenüber übermächtig erscheinenden Bank- und Versicherungskonzernen bzw. Produktinitiatoren und Finanzberatern erfolgreich intervenieren können.

 

Für weitergehende Fragen stehen wir Ihnen gerne unter g.zuschin@aigner-partners.at bzw. +43(0)1/3619904 zur Verfügung.

 

Aigner & Partner, 31.10.2018, RA Georg Zuschin