„Wilde Nacht mit Meischberger und Grasser"

 

Zum Abschluss des heutigen Verhandlungstags wurde Toifl auch vom Vertreter der Privatbeteiligten CA Immo, Johannes Lehner befragt. Dieser konfrontierte Toifl mit einer von ihm geschriebenen Nachricht vom Herbst 2009 - einen Tag, nachdem er mit der Causa erstmals befasst wurde. "Hatte heute wilde Nacht mit Meischberger und Grasser", schrieb Toifl damals - während er später bei seinen Einvernahmen und auch jetzt in der Hauptverhandlung immer sagte, er habe an diesem ersten Abend nur Meischberger getroffen, später sei Plech dazu gekommen. "Grasser war in meinem Kopf", sagte Toifl dazu heute. "Und der Tisch", warf Richterin Hohenecker ein. Denn in der Befragung durch die Richterin hatte Toifl zur Erklärung seiner damaligen Nachrichten gemeint, er sei in Meischbergers Büro gesessen und dieser habe ihm den Tisch von Grasser gezeigt - er habe also den Abend mit Meischberger und Grassers Tisch verbracht.

Grasser sei auch nie sein Mandant gewesen, sagte Toifl. Und er habe nie für Meischberger oder Plech Verträge aufgesetzt. Warum sich auf seinem Computer Verträge fanden, die nur von Meischberger, aber nicht von der Gegenpartei unterschrieben waren, erklärte er so, dass ihm vielleicht Meischberger Vertragsentwürfe gegeben habe, die er eingescannt habe. Plech hatte in einer Aussage vor der Justiz allerdings gesagt, die Immobilieninvestmentvereinbarung zwischen ihm und Meischberger sei nicht 2006, wie sie datiert ist, erstellt worden, sondern erst 2009 in der Kanzlei von Toifl.

 

Quelle: https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/oesterreich/chronik/996871_Toifl-Grasser-war-hoechst-nervoes.html